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Ferien auf den Azoren Insel Sao Jorge
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Christian Hildebrand

Wissenswertes und Reisetipps Azoren

Flora

Aufgrund der fruchtbaren Vulkanerde erfreuen sich die Azoreninseln einer äusserst üppigen Vegetation mit einer grossen Vielfalt an Blumen und exotischen Pflanzen. Von Juni bis September verwandeln Millionen von Hortensien ganze Berghänge in ein blaues Blumenmeer. Durch die Abgeschiedenheit des Archipels entwickelten sich im Laufe der Zeit 56 Endemiten, also Pflanzenarten, die nur auf den Azoren vorkommen. Der Flora bekommt die fruchtbare Vulkanerde derart gut, dass ganze Inseln wie ein einziger Garten aussehen. Ein Feuerwerk aus Farbe und Üppigkeit ergiesst sich über ganze Gebirgszüge, blühende Hortensien hüllen die Inseln im Sommer in ein blaues Kleid. Touristisch sind die Azoren noch wenig erschlossen. Gerade deshalb ist diese Inselwelt ein Ziel für all jene, welche gerne individuell reisen, die abwechslungsreiche Natur geniessen, das nicht Alltägliche suchen und das Staunen noch nicht verlernt haben. Staunen über eine einsame, faszinierende Welt, die weit draussen im Atlantik liegt und nur darauf wartet, von Ihnen entdeckt zu werden.

Fauna

Die Tierwelt der Azoren ist nicht vielfältig. Das liegt daran, dass beinahe alle Tiere mit den Menschen auf die Azoren gekommen sind. Das einzige Säugetier ist die azoreanische Fledermaus, die schon vor den Siedlern auf den Azoren lebte. Im Weiteren gibt es einen Vogel, der nur auf den Azoren anzutreffen ist, der Priolo, auch Azorengimpel genannt. In den Dreissigerjahren vermutete man, dass der Priolo ausgestorben sei. Circa 40 Jahre später wurde man eines besseren belehrt. Auf der Insel São Miguel leben zur Zeit circa 80 Paare dieser Vogelart. Der Priolo steht inzwischen unter Naturschutz.

Die Azoren gelten als Paradies für Vogelfreunde. Die Inseln liegen günstig zwischen den Kontinenten und viele Zugvögeln nutzen das Archipel als Zwischenstation. Vor allem im Frühjahr und im Herbst dürfen sich Hobby-Ornithologen über Dutzende Vogelarten freuen. Diesen tanken Kraft auf den Azoren für ihre Weiterreise über den Atlantik. Zahlreiche Vögel sind auf den Inseln heimisch, zum Beispiel der Mäusebussard, den die ersten Siedler für einen Habicht hielten. Dank dieser Verwechslung haben die Inseln ihren Namen zu verdanken. Açores steht nämlich für Habichte. Im Weiteren sind die Gelbschnabel-Sturmtaucher anzutreffen. Diese sehen den Möwen sehr ähnlich. Den Grossteil ihres Lebens verbringen sie auf dem Meer. Die Gelbschnabel-Sturmtaucher sind nur an Land, um zu nisten und den Nachwuchs aufzuziehen.

Wal- und Delfine Beobachtungstouren

24 Delfin- und Walarten wurden rund um die Azoren bislang gesichtet. Zahlreiche Delfinarten sind auf den Azoren zuhause. Wale kommen nur auf der Durchreise vorbei. Im Sommer ziehen sie von Süd nach Nord, im Winter umgekehrt. Für die Wale sind die Azoren eine Art Meeresraststätte aufgrund des Fischreichtums. Ab Mai bis September kommen die Delfine und Wale (darunter Pottwale und gelegentlich die seltenen Blauwale) zur Nahrungsaufnahme in die nährstoffreichen Gewässer zwischen den Inseln Faial, Pico und São Jorge. Von den Inseln Faial, São Miguel und Pico aus können Sie mit speziell ausgerüsteten Booten Wale und Delfine beobachten.

Sie fahren mit erfahrenen Experten aufs Meer hinaus, um die grossen Meeressäuger aus der Nähe zu beobachten. Gleichzeitig erfahren Sie viel über die Wale und Delfine, Wasserschildkröten und andere Lebewesen, die sich Atlantik um die Inseln Pico, Faial und São Miguel aufhalten. Auf Pico wird heute kein Walfang mehr betrieben. In zwei Museen mit filigranen Exponaten aus Walzähnen und Walknochen von der Geschichte des Walfangs erzählt.

Womit?

Um die Tiere nicht zu stören, finden die Ausfahrten in Starrkörper-Schlauchbooten statt. Diese sind für maximal 12 Personen eingerichtet. Bei vielen Anmeldungen kann auch einmal ein Katamaran zu Einsatz kommen. Die Ausfahrt dauert circa 3 Stunden.

Wie?

Moderne Geräte mit traditionellen Methoden kombiniert. So orten erfahrene Walbeobachter die Tiere vom Land aus und lotsen dann die Boote per Funk zu den entsprechenden Stellen. 99 % der Ausfahrten sind erfolgreich. Vor der Ausfahrt auf See werden Sie an Land von einem Spezialisten über die Meeressäugetiere informiert.

Preise pro Person und Ausflug

Je nach Saison zwischen CHF 57.00 bis CHF 75.00

Falls Sie an einer Wal- und Delfinbeobachtungsfahrt teilnehmen möchten, empfehlen wir Ihnen, diese für einen der ersten Aufenthaltstage vorzubuchen. Sollte aufgrund der Wetterverhältnisse oder wegen Walmangel die Fahrt ausfallen und nicht an einem späteren Termin nachgeholt werden können, werden wir Ihnen die Gebühr nach Ihrer Rückkehr aus den Azoren zurückerstatten.

Badeferien und Sandstrände

Die milden Temperaturen des Meeres um die Azoren und das glasklare Wasser begeistern jeden Besucher. Auf Grund der Erosion des auf dem Archipel vorherrschenden Basaltgesteins findet man an den meisten Stränden schwarzen Sand vor, der einen herrlichen Kontrast zum tiefblauen Meer mit seinen weissen Schaumkronen bildet. Auf Santa Maria jedoch gibt es auch einmalig schöne, weisse Sandstrände, die geschützt in den Buchten der Insel liegen. Die Azoren sind aber keine typische Badedestination.

Wellness und heisse Quellen

Auf den Inseln Graciosa und São Miguel sprudelt das Thermalwasser direkt aus den Felsen. Für wohlfüllende Badekuren wird das warme Thermalwasser seit dem 18. Jahrhundert genutzt. Das wohl grösste Thermalschwimmbecken Europas finden Sie in Furnas auf São Miguel und liegt mitten in einem üppigen Wald gleich neben Hotel Terra Nostra Garden. São Miguel hat noch eine weitere Wellnessoase für Tagesgäste in Ginetes. Das alte Kurhaus von Carapacho auf Graciosa hat eine kleine und charmante Therme zum Entspannen.

Beste Reisezeit für die Azoren

Die Azoren haben ihr eigenes Klima: Regen, Nebel, Wind und Sonne können auch im Sommer durchaus an einem Tag zusammenkommen, denn die in Äquatornähe aufgewärmten und aufgestiegenen Luftmassen sinken gerade auf der Breite der Azoren wieder ab. Daher ist es ganzjährig relativ feucht und ausgeglichen. Die Temperaturen schwanken zwischen 13 Grad im Winter und 25 Grad im August. Hinzu kommt im August oft eine recht hohe Luftfeuchtigkeit. Auch wenn es im Winter nie richtig kalt wird, kann der Nebel dann zuweilen ein wenig lästig werden. Die beste Reisezeit ist freilich der Sommer, da es nie unerträglich heiss wird. Zwischen Juli und September kann man von einer Hauptreisezeit sprechen. Dann sind auch die Niederschläge niedrig.

Unser Fazit zur besten Reisezeit

Auf den Azoren ist es ganzjährig angenehm zum Reisen. Das Wetter ist unbeständig insbesondere während den Wintermonaten. Regen, Nebel und Sonnenschein können mehrmals pro Tag abwechseln. In den kleineren Hotels, Ferienhäusern oder Appartements ist es dann vielfach feucht und klamm in den Zimmern. Daher empfehlen wir ab den Monaten November bis April in den grösseren Hotels zu übernachten und zwar auf den Inseln São Miguel, Faial, Terceira und Pico. Die beste Reisezeit für die Azoren sind die Monate Mai bis Ende Oktober. In diesem Zeitraum sind die Temperaturen sehr angenehm und es ist am wenigsten mit Regen zu rechnen. 

JanFebMärzAprilMaiJuniJulAugSepOktNovDec
Tagesttemperaturen141314151618212221191717
Niederschlagstage777531113777
Wassertemperaturen161515161718202221201817

Einfach gute Inselküche

Die frische, unverfälschte Küche reicht von Fisch und Krustentieren bis zu saftigen Steaks, unter anderem ergänzt durch süsse Ananas, delikaten Vulkanwein aus Pico und Tee von den einzigen Teeplantagen Europas.

Prämierte Nachhaltigkeit

Wegen ihres intakten Ökosystems, ihrer sozialen Stabilität und ihrer kulturellen Identität hat die EU den Azoren 2013 zum vierten Mal in Folge den "Quality Coast Award" für nachhaltigen Tourismus in Küstengebieten verliehen.

Wanderparadies par Excellence

Auf den neuen Inseln des Archipels gibt es circa 60 markierte Wanderrouten, die durch eine Bilderbuch-Vegetation mit spektakulären Ausblicken führen.

Geschichte

Santa Maria

15. Jahrhundert - Christoph Kolumbus legt auf dem Rückweg seiner ersten Entdeckungsreise nach Amerika am Ort Anjos an (1493).

São Jorge

18. Jahrhundert - Das "Gebots Gottes", ein grosses Erdbeben, führte zur Formation vieler der heutigen Fajãs. Dies sind kleine Gebiete des flachen Küstenlandes, die durch Klippeneinstürze entstanden sind.

São Miguel

19. Jahrhundert - Entstehung der ersten Teeplantage (1874), einer der beiden einzigen grösseren in Europa.

Faial

19. Jahrhundert - Verlegung des ersten Seekabels, das die Stadt Horta mit dem Rest der Welt verband und die Inseln zu einem wichtigen Zentrum transozeanischer Kommunation machte (1893).

Terceira

20. Jahrhundert - Angra do Heroismo wird von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt (1983).

Graciosa

21. Jahrhundert - Einbindung in das globale Netzwerk der Biosphährenreservate der UNESCO (2007).

Flores

21. Jahrhundert - Einbindung in das globale Netzwerk der Biosphährenreservate der UNESCO (2009).

Corvo

21. Jahrhundert - Einbindung in das globale Netzwerk der Biosphährenreservate der UNESCO (2009).

Pico

21. Jahrhundert - Der UNESCO Ausschuss erklärt die Weinbaukultur der Insel Pico zum Weltkulturerbe (2004).